Samstag, 27. August 2016

Karma.

Schon mal jemanden zur Hölle geschickt?
Ich schon.

Und im Moment? Im Moment bin ich fucking Rumpelstilzchen.

Nein, ich bin nicht darüber hinweg und nein, eigentlich macht man sowas nicht, aber bevor ich der Männerwelt noch eine Chance gebe mir das Herz zu brechen...muss ich erst mal mit dem ganzen Scheißhaufen hier abschließen.

Kurzes Profil seinerseits: Bald dreißig, unfassbar attraktiv und in der Lage mich von vorne bis hinten zu veräppeln ohne das ich auch nur DENKE, es könnte etwas falsch laufen.

Also stell mich jetzt ruhig als Arschloch hin, aber ich bade gerade in Triumph. Ob mich das in den Arsch beißen wird? Sicher. Aber NICHT jetzt.

Also. Traummann trennt sich von mir, ich bin am Boden zerstört. Der Traummann musste nur mit seinen Wimpern klimpern und schon kam die Hofnärrin angetanzt und legte ihm die Welt zu Füßen. Okay, das ist übertrieben, ich bin nicht unbedingt die Art von Frau, die man als perfekt einstufen würde, aber ihr versteht mich. Ich meine eigentlich hauptsächlich: Finanzielle Sicherheit. Der Traummann, mit zwei Jobs und 20-stündigem Wochenaufwand als Lagerist gerade mal 800 Euro verdienend, wurde von mir unterstützt. Finanziell, emotional, aber vor allen Dingen bei seinen Schularbeiten, da er gerade nebenberuflich seinen Lagermeister macht. Super Sache, so sollte es sein in einer Beziehung, denkt ihr euch. Ja, das ist auch korrekt...allerdings sollte auch etwas zurückkommen.

Stattdessen: Ignoranz, Wut, Kälte, Zerstörung des Selbstbewusstseins. Schon mal was von narzisstischer Persönlichkeitsstörung gehört? Hier haben wir den Bilderbuch-Narzissten.

Ein riesiger Streit Ende Juli sorgte dafür, dass er Hals über Kopf seine Sachen packte und verschwand. In die wohlbehütete Wärme des väterlichen Elternhauses. Mit fast dreißig. Denn eine eigene Wohnung kann man sich nicht leisten. Scheiße, bei mir musste er gerade mal 100 Euro Miete zahlen und hatte zwei Minuten auf die Arbeit. Bei seinem Vater sind es eben ein paar Minuten mehr. 45 Minuten, um genau zu sein. Und 60 Kilometer mehr.

Sein Auto? Eine Blechschüssel mit Würstchenkomplex. Kurz: BMW. Ghettokarre. You get the picture.

Ich fasse nochmal kurz zusammen: Kein Geld, kein Auto und JETZT auch keine Freundin mehr.

Aber Karma holt dich. Es dauert seine Zeit, aber scheiße, es holt dich irgendwann ein und dann hast du die Kacke am Dampfen!

Er ging also zu seiner Arbeitsstelle und bettelte da um eine Erhöhung der Stunden. Sie willigten ein, aber Leute: Das ist ein Job, den keiner machen will...Pakete von A nach B schleppen, beladen, entladen, da bist du fertig nach ein paar Stunden.

Nachdem er jetzt ja wieder "Vollzeit" arbeitet, kann er die Bank anpumpen, um einen Kredit für ein neues Auto rauszuschlagen. Also gut: Kohle, Auto, alles gut.

In dieser Zeit betreibt er einen Psychoterror, schickt mir teilweise 15 Mails im Abstand von zehn Minuten. Sein Gemütszustand wechselte trotz Ignoranz von meiner Seite aus von nett zu wütend und dann reumütig. So ging das die letzten vier Wochen.

Plötzlich braucht er Geld. Warum, fragt ihr euch? Er hat seine neue Karre geschrottet. Nein, Moment: Das KARMA hat seine neue Karre geschrottet.

Er will also Geld für das Wechseln von Reifen, für die investierte Arbeit in unsere Wohnung, eigentlich für alles, was er jemals getan hat. Was ich getan habe, ist natürlich grundsätzlich außer Acht zu lassen. Das war nämlich selbstverständlich. All die Male, die ich ihm mit seiner Schule geholfen habe, puff. Vergessen. Also gut, er möchte Geld und zwar sofort. 730,40 Euro habe ich ihm gegeben. Wobei man sagen muss, ich habe ihm die gemeinsam angeschaffte Playstation und die halbe Monatsmiete sowie den gemeinsam angeschafften Kühlschrank ausgezahlt. Insoweit also alles fair.

Aber er wollte seine Möbel noch 4 Monate in meinem Keller lassen. Bis Ende November. Inaktzeptabel von meiner Seite aus. Ein neuer Mann kommt auch ungerne vorbei, wenn die Möbel vom Ex ihm aus dem Keller entgegenblitzen.

Nach UNENDLICHER Diskussion hat er diese Woche endlich seine Möbel aus meinem Keller geholt und ich bin ihn los. Aber nein. Doch nicht. Er will reden.

Und meine Damen und Herren, Männer die reden möchten, führen etwas im Schilde. Er bereut es. Und zwar sehr. Er bereut es, dass er seine größte Stütze einfach so abgesägt hat, nur weil er keinen Filter zwischen Gehirn und Mund hat. Jetzt, wo er seine Möbel geholt hat, ich die Schlüssel und Unterlagen für all meine Sachen habe, bin ich ihn los. Die Ignoranz wird ihn umbringen.

Er bettelte mich vorhin per Mail an, ihm zurückzuschreiben, ob ich alles gelesen hätte. Hab ich, Arschloch. Aber erzählen werde ich es dir nicht.

Gez. Rumpelstilzchen
aka Die wertlose Ex mit dem Champagnerglas in der Hand

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